Donnerstag, 19. Oktober 2017

Autologe Therapien

Bei autologen Therapieverfahren werden körpereigene Substanzen direkt oder nach Vorbehandlung wieder am selben Patienten als Medikament eingesetzt. Am häufigsten arbeite ich mit der Eigenbluttherapie. Dabei wird aus der Vene eine kleine Menge Blut entnommen und direkt wieder intramuskulär, d.h. z.B. in den Gesäßmuskel, gespritzt. Um die Wirkung dieser Eigenblutbehandlung zu verstärken, kann man das Blut kurzfristig im Gefrierfach herunterkühlen, wodurch die die Blutzellen teilweise zerstört werden und eine stärkere Immunantwort möglich ist. In der Regel wird diese Therapie kombiniert mit der Anwendung von naturheilkundlichen Komplexpräparaten (z. B. homöopathisierte Organ – oder Gewebepräparate, Immuntherapeutika und Phytotherapeutika) und mikrobiologischen Präparaten. Wenn die Indikation dafür richtig ist, kann auch Urin, der in der Praxis abgenommen und über einen Microfilter behandelt wird, zur intramuskulären Injektion eingesetzt werden. Bei Kindern arbeite ich gerne mit Eigenblut, dass nicht jedes Mal eine Injektion erfordert. Dazu muss nur am Anfang einmalig 2 ml Blut abgenommen werden, dass dann über ein standardisiertes Verdünnungsverfahren zur Herstellung eines Medikamentes führt, das in Tropfenform vorliegt und eingenommen werden kann. Diese Maßnahme eignet sich auch für Patienten, die nicht 1 bis 2 pro Woche zur Injektion in die Praxis kommen können.